Verleihung
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Die Massener Sonnenschule wird mit dem „Gütesiegel Individuelle Förderung“ ausgezeichnet

Am Samstag, 13.10 2007 wurde der Sonnenschule von Schulministerin Barbara Sommer das Gütesiegel „Gütesiegel Individuelle Förderung“ verliehen. Die Verleihung fand auf dem Kongress „Neue Perspektiven für Mädchen und Jungen. Individuelle Förderung und Geschlechtergerechtigkeit“ im Kölner Tagungszentrum Gürzenich statt.

„Individuelle Förderung heißt für uns, jedes einzelne Kind mit seinen Stärken und seinen Schwächen in den Blick zu nehmen und die Förderung darauf abzustimmen. Dabei geht es uns nicht nur um die leistungsschwächeren Kinder, sondern auch um die besonders begabten Kinder“, erläutert Schulleiterin Marita Eckmann.

Um im Unterricht an die individuellen Entwicklungsstände der Kinder anknüpfen zu können, mussten u. a. die organisatorischen Voraussetzungen geschaffen werden:
So beraten die Lehrkräfte in regelmäßigen Förderkonferenzen, die vier mal im Jahr stattfinden, über die Lernfortschritte und Förderschwerpunkte der Kinder. Es werden darüber hinaus jahrgangsübergreifende Fördergruppen nach den individuellen Förderschwerpunkten der Kinder gebildet, z. B. in den Bereichen Wahrnehmung, Psychomotorik, Lesen, Rechtschreiben oder Mathematik. Auch der Stundenplan wird von Konrektorin Tanja Pfützner so gestaltet, dass der Unterricht in den Kernfächern Deutsch und Mathematik möglichst in den ersten beiden Stunden stattfinden kann. Auf diese Weise setzt die Sonnenschule das sogenannte „Drehtürmodell“ um, d.h. Kinder mit besonderen Stärken oder Schwächen in Deutsch oder Mathematik können am Unterricht der nächst höheren oder niedrigeren Jahrgangsstufe teilnehmen und bleiben in allen anderen Fächern in ihrer vertrauten Klassengemeinschaft. So geht z. B. das Mathegenie Jan aus der dritten Klasse jeden Morgen in der zweiten Stunde ganz selbstverständlich in das vierte Schuljahr und rechnet mit großer Begeisterung und Leichtigkeit gemeinsam mit den „Großen“. Seitdem ist Langeweile im Mathematikunterricht für ihn ein Fremdwort. Außerdem ist sein Selbstbewusstsein sehr gewachsen. Vielleicht schafft er demnächst auch noch in den anderen Fächern den Sprung in die höhere Klasse.

Die Sonnenschule hat bei der Ausgestaltung ihres Konzepts zur individuellen Förderung von vielen Seiten äußerst hilfreiche Unterstützung bekommen:

So konnten z.B. besonders geeignete pädagogische Materialien und Einrichtungsgegenstände für die Klassen angeschafft werden, weil die Stadt Unna als Schulträger allen Grundschulen zusätzliche Gelder für die Schuleingangsphase zur Verfügung gestellt hat. Auch Regale für Eigentumsfächer und bequeme Hocker für den Sitzkreis sind nun in allen Klassen vorhanden.

Bei der Erarbeitung des Förderkonzeptes konnte die Sonnenschule außerdem auf die positive Unterstützung und Beratung aus dem Schulamt für den Kreis Unna zählen: Schulrätin Margot Berten hat die Unnaer Grundschulen nicht nur zu der Bewerbung ermutigt, sondern war auch während des Jurybesuches in der Schule dabei.

Die Jury kam nach dem Studium der Bewerbungsunterlagen, einem ausführlichen Gespräch mit der Steuergruppe „Individuelle Förderung“ und einem Rundgang durch alle Klassen zu dem Ergebnis, dass der Sonnenschule das Gütesiegel verliehen werden soll.

Das Schulministerium knüpft an die Verleihung des Siegels die Erwartung, dass die ausgezeichneten Schulen ihre Erfahrungen im Bereich der individuellen Förderung auch an andere Grundschulen weitergeben.
Das Gütesiegel bleibt zunächst drei Jahre lang gültig. Dann erfolgt eine erneute Überprüfung.

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