Osterbräuche in

Deutschland
Ungarn
Italien
Frankreich

Zusammengestellt von den Partnerschulen in Pisa, Palaiseau, Ajka und Unna-Massen.

Deutschland


Zum Osterfest werden bunte Ostereier aus verschiedenen Materialien hergestellt.
Das Ei hat in der Geschichte der Menschheit viele verschiedene Bedeutungen.


Das Ei dient als Nahrung, als Symbol des Lebens und früher konnten arme Bauern einen Teil ihrer Schulden mit Eiern bezahlen.

Viele Leute hängen auch bunt bemalte Eier zur Dekoration an Frühlingszweige.


Der Osterhase ist bei uns als österlicher Eierbringer bekannt.

Am Ostersonntag suchen alle Kinder im Haus oder im Garten nach versteckten Osternestern mit Ostereiern und Schoko-Osterhasen.

Der Brauch ist vor über 300 Jahren entstanden.
Am Samstag vor Ostern werden in vielen Teilen von Deutschland Osterfeuer entzündet.

In manchen Orten entzündet man sie auch erst am Abend des Ostersonntags.

Der Brauch aus alten Zeiten sollten den Winter und böse Geister vertreiben.

Das Osterfeuer ist auch ein Symbol für die Sonne.

Ohne die Sonne ist kein Leben auf unserer Welt möglich.

In manchen Gemeinden versammeln sich die Christen um das Osterfeuer.

Der Pastor zündet die Osterkerze am Osterfeuer an.

Die Osterkerze wird dann in die dunkle Kirche getragen.

Die brennende Kerze steht dabei für Jesus Christus als Licht für die Welt.

Zum Osterfest gehört auch in vielen Familien das Osterlamm.

Entstanden ist das Osterlamm aus der Gewohnheit der Juden, zum Passahfest ein Lamm zu schlachten und zu essen.

Heute finden wir das Osterlamm oft auf der Speisekarte.

Manche Leute backen auch ein Osterlamm als Kuchen.

In Italiens Hauptstadt Rom feiern die katholischen Christen mit dem Papst die Osternacht im Petersdom.

Die Ostermesse findet mit ganz vielen Menschen am Ostersonntag auf dem Petersplatz statt.

Ungarn

In Ungarn gibt es viele Bräuche zu Ostern.

Man feiert hier Ostern wie in den meisten anderen europäischen Ländern.

Ostern heißt auf ungarisch „husvet“ und das bedeutet übersetzt „fleischlos“.

Ostern steht also in Ungarn für das Ende der Fastenzeit und es wird mit reichlichem Essen gefeiert.

Die Familien treffen sich am Ostersonntag und alle essen zusammen, meistens Lamm.

Genau wie bei uns in Deutschland kommt in Ungarn zu Ostern der Osterhase.

Am Ostersonntag suchen die Kinder versteckte Osternester mit Ostereiern und anderen Süßigkeiten im Haus oder im Garten.

Einer der wichtigsten Bräuche in Ungarn ist das Begießen von Mädchen und Frauen mit etwas Wasser oder ein paar Tropfen Parfum.

Alle Jungen und Männer gehen am Ostermontag durch das Dorf und besuchen Freunde und Bekannte. Die Mädchen und Frauen bleiben zu Hause.

Diese werden, nachdem ein kurzes Gedicht aufgesagt oder ein Lied gesungen wurde, von jedem Besucher mit Wasser oder Parfum bespritzt.

Dafür bekommen die Besucher bemalte Ostereier und ein Stück besonderen Schinken.

Die Ostereier darf man mitnehmen, aber der Schinken muss gegessen werden.

Die Männer müssen auch noch Palinka trinken, das ist ein Schnaps.

Darum werden die Männer von Haus zu Haus immer lustiger und die Mädchen und Frauen duften immer mehr.

Italien


Wie schenken uns große Schokoladeneier mit einer Überraschung für die Kinder, z.B. Schmuck, Spielzeug und Autos.

Wir essen Lammbraten und Erbsen zum Mittag.

Wir essen einen Kuchen in Form einer Taube.

Einige Tage vor Ostern kommt ein Priester ins Haus und segnet das Haus und die Familie.

Die Ostertorte ist ein salziger Kuchen mit gekochten Eiern und Spinat.

Menschen tragen ein Kreuz durch die Straßen. Sie sind ganz schwarz gekleidet und sprechen nicht.

Frankreich


Von Gründonnerstag bis Karsamstag bleiben die Glocken stumm.

Erst Ostermontag läuten die Glocken wieder, aus Freude über die Auferstehung Jesu.

Man erzählt, dass das Glockenläuten den Papst besucht.

Bei seiner Rückkehr bringt es Ostereier mit.

Die Ostereier werden von den Kindern in die Luft geworfen. Das erste Ei, das auf den Boden fällt, verliert.

Manche Kinder halten auch nach einer Kutsche Ausschau, die von vier weißen Pferden gezogen wird und voller Eier ist.